10.05.2013 08:52

Das Reformationsgedenken – eine Einladung an jede Gemeinde

  Im Jahr 2008 wurde in Deutschland die Lutherdekade eröffnet – ein Programm ĂĽber zehn Jahre, das seinen Höhepunkt mit dem 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther an der Schlosskirche zu Wittenberg seinen Höhepunkt findet....
30.04.2013 19:00

Die Diakonie hilft in Äthiopien

  Die Diakonie hilft auch äthiopischen Frauen. Wie hat sich deren Situation dank der Spendensammlung verändert? Wir schildern die aktuelle Geschichte einer von ihnen... Frau Woode Asharge (31 Jahre) nimmt bereits das zweite Jahr an dem...
18.03.2013 01:39

Die nächsten christlichen Begegnungstage finden im Juli 2014 in Wroclaw (Breslau) statt

  „ Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ Gal 5,1 Görlitz, Niesky, WisĹ‚a (Weichsel), ÄŚeskĂ˝ Těšín (Teschen), Görlitz, Prag,...
04.03.2013 09:20

Servitus feiert in České Budějovice (Böhmisch Budweis) 10jähriges Bestehen

  Die ökumenische Freiwilligenorganisation SERVITUS wurde im Mai 2003 von Vertretern evangelischer Kirchen, der jĂĽdischen Gemeinde, der Caritas und der Diakonie gegrĂĽndet. Im April diesen Jahres feiert sie also ihr zehnjähriges Bestehen, sowie...

Bildung ist kein Business

Die Dozenten und Studenten der Prager theologischen Fakultät haben an den Protesten gegen die vorgeschlagene Reform des tschechischen Hochschulwesens teilgenommen.

Am 21. Februar 2012 waren im Audimax der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Prag Studenten, Dozenten und weitere Mitarbeiter versammelt. Sie waren gekommen, um den aktuellsten Standpunkt zur Reform der tschechischen Universitäten zu hören, den die tschechische Regierung vorgeschlagen hatte. Nachdem Vorträge von den Mitgliedern des akademischen Senates gehört wurden, hat die Versammlung mit großer Mehrheit für die Annahme eines Beschlusses gestimmt. Dieser Beschluss erklärt, dass die Evangelisch-Theologische Fakultät die zwei Gesetze in Bezug auf die Reform des tschechischen Hochschulwesens ablehnt, die von der Regierung ausgearbeitet wurden. Ebenfalls würde die Evangelisch-Theologische Fakultät an den Protesten teilnehmen, die von der Karlsuniversität organisiert wurden.

Die zwei ausgearbeiteten Gesetze wurden mit erheblicher Kritik von den tschechischen Universitäten überhäuft, weil sie der Meinung sind, dass auf ihre kritischen Bemerkungen im Vorbereitungsprozess keine Rücksicht genommen wurde. Der größte Kritikpunkt ist, dass die vorgeschlagenen Änderungen zu einem Verlust der akademischen Freiheit führen würden. Zurzeit verwalten sich die Institute des Hochschulwesens durch akademische Senate selbst. Diese Senate bestehen aus gewählten Vertretern der Dozenten und Studenten, die viele der wichtigsten Befugnisse haben. Diese beinhalten beispielsweise die Aufgabe Satzungen zuzustimmen, das Budget zu verwalten, sowie den Rektor auszuwählen. Wenn den ausgearbeiteten Gesetzen zugestimmt wird, werden diese Befugnisse an die Beratungsausschüsse abgegeben werde, die teilweise aus Mitgliedern der Politik und aus Vertretern der Geschäftswelt bestehen. Die akademischen Gemeinschaften lehnen ebenfalls die Einführung der Studiengebühren in der vorgeschlagenen Form mit der Begründung ab, dass diese nur den Banken zugutekommen würde.

Im Widerstand zu dem Modell, dass die vorgebrachten Gesetze zu etablieren versuchen, haben die tschechischen Universitäten eine „Woche der Unruhen“ verkündet. Die Gefahr der Gesetze ist, dass die Universitäten zu Firmen verkommen, die Arbeiter für die Industrie produzieren, während Studenten zu „Klienten“ werden, die in ihre Zukunft investieren. Die „Woche der Unruhen“ fand vom 27. Februar bis zum 2. März mit einer Reihe von informativen und protestierenden Veranstaltungen unter dem Slogan „Bildung ist kein Business“ statt. Ein Höhepunkt war die „Nacht der Universitäten“ am 28. Februar mit einer ganzen Reihe von Vorlesungen, von denen einige akademisch waren, andere sich auf die vorgeschlagene Reform bezogen haben. Des Weiteren fand am 29. Februar eine Demonstration statt, an der etwa 10000 Studenten teilgenommen und vor dem Sitz der tschechischen Regierung demonstriert haben. In Übereinstimmung mit der Resolution, die in der Woche davor verabschiedet wurde, waren die Studenten und Mitarbeiter der Evangelisch-Theologischen Fakultät gut vertreten. Dies war ebenfalls bei den Vorlesungen der Fall, die während der Nacht der Universitäten von den Dozenten der Evangelisch-Theologischen Fakultät gehalten wurden.

INFO
Vaše zboží bylo vloženo do košíku.

zavřít